„Man muß in der Gegenwart schön leben.“ – Das Leben der Worpsweder Malerin Paula Modersohn-Becker

Paula Becker wurde am 8. Februar 1876 in Dresden in eine große Familie hineingeboren. 1888 zogen sie alle nach Bremen. Paula entdeckt früh ihre Liebe zum Malen und Zeichnen. Sie darf Stunden nehmen, muss aber dem akademischen Lehrbetrieb fernbleiben, weil sie eine Frau ist. 1895 entdeckt sie in einer Ausstellung die Worpsweder Maler und ist begeistert von ihnen. Den Sommer 1897 verbringt sie in Worpswede, immer malend. Schließlich mietet sie sich ein Atelier bei einem Bauern und bleibt in Worpswede, findet hier ihre Motive. Mehrfach reist sie allein nach Paris, um in den Museen die berühmten Meister kennen zu lernen und an ihnen zu wachsen. Der Jugendstilmaler Heinrich Vogeler schafft in Worpswede in seinem Barkenhoff einen geselligen Treff für Künstler und ihre Freunde. So lernt Paula Becker Rainer Maria Rilke und Clara Westhoff kennen. Den Maler Otto Modersohn wird sie heiraten. Sie malt ohne Pause oder wenn sie nicht malt, liest sie. Künstlerisch entfernt sie sich immer mehr von ihrem Mann. Sie ist eine der WegbereiterInnen des Expressionismus. Erst nach ihrem frühen Tod am 20.11.1907, nach der Geburt ihrer Tochter, entdeckt die Öffentlichkeit ihr ungeheures großes Werk. Heute ist es in vielen Museen zu finden.

Leitung: Christine Theml
Termin: Mittwoch, 22.05.2019 | 19:00 Uhr
Kosten: 5 € | ermäßigt 3 €