Frauen-Lyrik – Frauen-Leben

Termin: Mittwoch, 11.10.2017 | 19:00 Uhr

„Lange Schatten fallen auf den hellen Weg“ – Leben und Werk der Selma Meerbaum-Eisinger

Christine Theml gewährt an diesem Abend Einblick in Leben und Werk der jüdischen Lyrikerin Selma Meerbaum-Eisinger unter dem Thema „Lange Schatten fallen auf den hellen Weg“. Selma Meerbaum-Eisinger bildet gemeinsam mit Paul Celan und Rose Ausländer das Dreigestirn der Czernowitzer Dichter. Sie lebte von 1924 bis 1942. Mit
15 Jahren begann sie, Gedichte zu schreiben. Als sie mit ihren Eltern 1942 ins Arbeitslager deutscher Faschisten in die Ukraine transportiert wurde, konnten
ihre 57 Gedichte gerettet werden. Heute zählen sie zur Weltliteratur. Klassenkameradinnen haben sie aufbewahrt und ihr Lehrer hat eine Auflage von 400
Exemplaren drucken lassen. So kamen die Gedichte auch nach Deutschland.


Termin:
Mittwoch, 15.11.2017 | 19:00 Uhr

„Ich bin allein zwischen den Bäumen am See …“ – Leben und Lyrik der Finnschwedin Edith Södergran

Edith Södergran wurde am 04.04.1892 in St. Petersburg geboren. Im Alter von drei Monaten übersiedelten die Eltern mit ihrem einzigen Kind nach Raivola, das zwischen Petersburg und Wyborg lag. Ihre ersten Kinderjahre lebte sie in einer kargen Welt. Die Schulzeit verbrachte sie gemeinsam mit ihrer Mutter in Petersburg. Der Vater starb 1909 an Lungentuberkulose. Auch Edith erkrankte daran und versuchte, sich in der Schweiz zu kurieren, leider erfolglos. Als Schülerin hat sie schon gedichtet, aber erst nach Jahren arbeitete sie ernsthaft. Fünf Gedichtsbände brachte sie heraus. Eine Auswahl kann man in deutscher Sprache unter dem Titel „Klauenspur“ finden. Auch Briefe an die einzige Freundin Hagar Olsson sind darin veröffentlicht. Edith Södergran starb in der Mittsommernacht 1923.

Referentin: Christine Theml
Kosten: 5 € | ermäßigt 3 €
Anmeldung: towanda_jena@web.de | 03641 443968