Frauen-Lyrik – Frauen-Leben

ACHTUNG: VERANSTALTUNG ENTFÄLLT!
„Ich war kühn, aber nicht frevelhaft“ – Das Leben der Caroline Michaelis-Böhmer-Schlegel-Schelling

Die spätere Romantikerin Caroline Michaelis wird am 2. September 1763 in Göttingen in einen Gelehrtenhaushalt geboren. Berühmte Zeitgenossen sind Gäste des Prof. Michaelis, an denen schon das Kind interessiert ist. 1784 wird sie mit dem Arzt Johann Franz Wilhelm Böhmer verheiratet und zieht mit ihm nach Clausthal in den Harz. Sie leidet unter der Einsamkeit dort, bis sie ein Kind zur Welt bringt, die Tochter Auguste. Als ihr Mann
früh stirbt, gewinnt sie ihre Freiheit zurück. In Mainz bei dem Sympathisanten der Französischen Revolution Georg Forster und seiner Frau Therese lernt sie, politisch zu denken. Während der Niederschlagung der Mainzer Republik wird sie gefangen genommen und mit der kleinen Auguste auf die Festung Königstein gebracht. Sie ist von einem Franzosen schwanger, fürchtet die Entdeckung und plant den Selbstmord. Sie kommt aber frei, geht mit August Wilhelm Schlegel eine Zweckehe ein und zieht mit ihm nach Jena. Nach und nach bildet sich ein Freundeskreis um sie, den wir heute die Frühromantiker*innen nennen.

Referentin: Christine Theml
Termin: Mittwoch, 07.03.2018 | 19:00 Uhr
Kosten: 5 € | ermäßigt 3 €
Anmeldung: towanda_jena@web.de | 03641 443968

 

„Käthchen, Käthchen, wildes Mädchen“ – Katharina von Bora

Katharina von Bora: Hochedle von Geburt – sechsjährig Klosterschülerin – Nonne – entsprungene Nonne – Ehefrau Martin Luthers und Mutter seiner Kinder – Witwe.
Am Leben der Katharina von Bora lässt sich erkennen, wie wenig vorbestimmt ein Leben im 16. Jahrhundert für eine Frau auch sein konnte. Die hochedle Geburt schützte sie nicht vor einem äußerst eingeengten, disziplinierten Leben ab ihrem 6. Lebensjahr im Kloster, aus dem sie sich mit 10 weiteren Nonnen später befreien lässt. Als sie – als letzte der entsprungenen Nonnen – unverheiratet bleibt, schickt sie einen Brautwerber zu Martin Luther, dessen Schriften sie im Kloster heimlich gelesen hatte und den sie bei den Cranachs, die sie aufgenommen haben, persönlich kennen lernte. Martin Luther nimmt an und Katharina zieht zu ihm ins „Schwarze Kloster“, wo er allein mit zwei Männern haust. Tatkräftig und heilkundig bauen sie sich mit ihren Kindern, den Kindern von Verwandten, Schülern und Professoren ein gut situiertes Leben auf.
„Katharina von Bora faszinierte mich bereits als Jugendliche, weil mir ihre schweigende Rebellion und die gewaltlose Kraft ihrer Selbstbefreiung imponierte. Mit dieser Energie
verkörpert sie für mich die Magie des Weiblichen schlechthin.“ (Karin Jäckel)

Referentin: Christine Theml | Iris Geisler
Termin: Mittwoch, 09.05.2018 | 19:00 Uhr
Kosten: 5 € | ermäßigt 3 €
Anmeldung: towanda_jena@web.de | 03641 443968