Frauentag

„Frauenrecht als Menschenrecht.“  (Clara Zetkin)

Der 08. März, der Internationale Frauentag (International Women’s Day), ist auch für uns ein besonderer Tag. Und so organisieren wir jedes Jahr an diesem Tag ein ganz besonderes Event.
Überraschen lassen oder einfach mit guten Ideen mitmachen – wir sind begeistert über jedes Engagement.

Zur Geschichte der Internationalen Frauentages

Der Internationale Frauentag entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen und kann auf eine lange Tradition zurückblicken.
Zur Erklärung des Datums (08. März) werden je nach Quelle verschiedene Ereignisse erwähnt:

  • eine Arbeiterinnendemonstration in St. Petersburg während der russischen Revolution 1917
  • die brutale Niederschlagung einer Demonstration New Yorker Textilarbeiterinnen (am 8. März 1857 streikten tausende Textilarbeiterinnen in New York unter dem Motto “Wir wollen Brot und Rosen”; sie traten ein für: gleichen Lohn, Arbeitszeitverkürzung, bessere Lebensbedingungen und die Abschaffung der Kinderarbeit)
  • dem Brand einer Textilfabrik 1908, bei dem 129 Arbeiterinnen ums Leben kamen, die während eines Streiks von den Fabrikbesitzern dort eingeschlossen wurden

1910 wurde der 1. Internationale Frauentag auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz mit Hilfe Clara Zetkins in Kopenhagen beschlossen.
So wurde zunächst der 19. März als Internationaler Sozialistischer Frauentag zum Kampftag für das Frauenwahlrecht bestimmt.
Am 19. März 1911 fand der 1. Internationale Frauentag zunächst in Deutschland, Österreich, Dänemark, der Schweiz sowie den USA statt.
Allein in Berlin gab es 42 Versammlungen mit über 45 000 Teilnehmerinnen.
1912 beteiligten sich auch die Frauen in Schweden, Frankreich und Holland, ab 1913 in Russland und der Tschechoslowakei.
In den folgenden Jahren versammelten sich Millionen von Frauen zu den jeweils im        Frühjahr organisierten Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen, um sich für ihre    Rechte stark zu machen:

Die Frauen forderten:

  • ihr politisches Wahlrecht
  • gleichen Lohn für gleiche Arbeit
  • die Verbesserung der Lebensbedingungen, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für Frauen
  • Mutter- und Kinderschutz

Das aktive und passive Wahlrecht wurde den Frauen in Deutschland im November 1918 durch den Rat der Volksbeauftragten zuerkannt.

1920- 1933 lagen die thematischen Schwerpunkte bei:

  • der Verhinderung eines neuen Krieges
  • dem Kampf gegen Naziterror und Faschismus
  • den Problemen der Frauenarbeit
  • dem Abbau der Sozialleistungen

1921 wurde der Tag auf Initiative von Clara Zetkin letztlich auf den 8. März festgelegt.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Frauentag und alle Frauenorganisationen in Deutschland verboten.
Statt dessen führten die Nationalsozialisten den Muttertag im Mai ein.
Erst in den 70er Jahren wurde die Tradition des 8. März wiederbelebt.
Seither wird dieser Tag in vielen Ländern mit Diskussionen, Veranstaltungen und        Festen begangen.
Die Schwerpunkte wurden zudem durch die Forderungen nach mehr Rechten für             Ausländerinnen und den Kampf gegen die Diskriminierung von nichtheterosexuellen     Lebensweisen erweitert.